

Bundesland: Schleswig-Holstein
Betreiber: Südweststrom (SWS)
Das Projekt ist seit der Gesellschafterversammlung vom 19. Juli 2012 beendet!
Viele Menschen in Brunsbüttel und in der Region Wilstermarsch lehnen die massiven Kraftwerkspläne in Brunsbüttel ab. Bereits im Jahr 2008 gründete sich die Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe (BiGKU), die nicht nur gegen alle geplanten Kohlekraftwerke kämpft, sondern auch gegen eine vorgesehene Müllverbrennungsanlage.
Auch der Umweltverein Brunsbüttel und die unabhängige Stadtratsfraktion W.I.R. ist gegen die geplanten Kohlekraftwerke aktiv. Mit Artikeln in den Medien, Veranstaltungen, öffentlichen Protesten und der fachlich-rechtlichen Begleitung der genehmigungs- und bauplanungsrechtlichen Verfahren engagieren sich die Menschen mit allen verfügbaren Mitteln gegen die Planungen der Energieunternehmen.
Auch alle angrenzenden Gemeinden haben sich in öffentlichen Stellungnahmen kritisch gegen die geplanten Kohlekraftwerke ausgesprochen:
Diese Gemeinden vertreten mit ihrer Ablehnung die Meinungen und Interessen der großen Mehrheit ihrer Einwohner und unterstützen die Bürgerinitiative für Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe.
Die Umweltverbände BUND und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sind aktiv an den Genehmigungsverfahren und den planrechtlichen Verfahren rund um die Kraftwerksplanungen beteiligt.
Juni 2012: Der schleswig-holsteinische Energieminister appeliert per Brief an den SWS Aufsichtsratchef, die Kraftwerksplanungen einzustellen und verweist auf den Koalitionsvertrag, der sich gegen neue Kohlekraftwerke ausspricht.
Mai 2012: Greenpeace AktivistInnen fordern bei einer Protestaktion anlässlich der schleswig-holsteinischen Koalitionsverhandlungen zum Thema Energiepolitik: "Stoppt das Kohlekraftwerk in Brunsbüttel!".
April 2012: Die DUH reicht Klage gegen die wasserrechtliche Genehmigung des SWS Kraftwerkes ein.
Dezember 2011: Die Deutsche Umwelthilfe und der Landesverband Schleswig-Holstein des BUND reichen beim Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein Klage gegen den Genehmigungsbescheid für das geplante Kohlekraft in Brunsbüttel ein.
Dezember 2011: Nach Informationen der Grün-Alternativen Liste (GAL) Bamberg steigen die Stadtwerke Bamberg aus dem umstrittenen Kohleprojekt in Brunsbüttel aus.
Oktober 2011: Im Schweizer Kanton Graunbünden wird von 14 Organisationen eine kantonale Volksinitiative gegen die Beteiligung der Repower AG am Kohlekraftwerk der SWS in Brunsbüttel eingereicht.
September 2011: Im Rahmen des weltweiten Klima-Aktionstages fordern engagierte Bürger die SWS und die zahlreichen beteiligten Stadtwerke dazu auf, von den Kohlekraftwerksplänen in Brunsbüttel Abstand zu nehmen. Mit „Trimmrädern“ wurde symbolisch dargestellt, dass Kohlekraftwerke die Energiewende behindern.
August 2011: Auf der Kundgebung “Kein Klimaschaden aus Graubünden: Repower Kohlekraftwerke ADE!” protestieren am 27. August in Chur über 500 Demonstranten gegen die Absicht der Bündner Repower, in Italien und Deutschland Kohlekraftwerke zu bauen.
Juli/August 2011: Klimacamp in Graubünden gegen die Kohlekraftwerkspläne der Repower.
März 2011: Der Gemeinderat von Eberbach beschließt am 28. März 2011 mehrheitlich den grundsätzlichen Ausstieg aus dem geplanten Kohlekraftwerksprojekt des Tübinger Konsortiums SüdWestStrom in Brunsbüttel.
Januar 2011: Ausstieg der Stadtwerke Wedel, Quickborn und Schleswig aus dem geplanten SWS-Kohlekraftwerk Brunsbüttel.
Nov/Dez 2010: Die Bürgerinitative verschickt über 500 Briefe, um die Gesellschafter von SWS zum Ausstieg aus dem Projekt zu bewegen. Vor der Gesellschafterversammlung in Stuttgart werben die Klimapiraten für das Ende von Brunsbüttel.
November 2010: Schweiz: Die Greenpeace-Gruppe "Stopp Kohle & CO2" protestiert während der Ökostromtagung in Baden (Schweiz) gegen das "grüne Mäntelchen" des Energieversorgers Repower, der am SWS-Kohlekraftwerk beteiligt ist.
November 2010: Über 8500 Einwendungen gegen das geplante SWS-Kraftwerk kann die Bürgerinitative Mitte November übergeben. Weitere 700 Einwendungen erreichen das Stadtbauamt auf Initiative der Klimapiraten per Email.
Oktober 2010: Schweiz: Greenpeace-Aktivisten der Gruppe "Stopp Kohle & CO2" protestieren bei einem Pferderennen im Schweizer Maienfeld gegen den Hauptsponsor Repower, der an den Planungen des Kraftwerks in Brunsbüttel beteiligt ist.
Mai 2010: Kritischen Aktionäre der Schweizer REpower kritisierten das Investment der Verantwortlichen in Brunsbüttel und überreichten einen Fragenkatalog (pdf)
April 2010: Die Bürgerinitiative, der WWF-Schweiz und die Klima-Allianz protestieren mit einem riesigen Kohlosaurus an den Standorten der Schweizer Investoren in Chur und St. Gallen. Kurz vor dem Start der Tour erklärten Romande Energie und Groupe E ihren Ausstieg aus dem umstrittenen Kohlekraftwerksprojekt
Februar 2010: Schweiz: Die Greenpeace-Gruppe „Stopp Kohle & CO2“ protestiert mit einem rauchenden Kohlehaufen vor dem Bündner Parlamentsgebäude gegen die geplante Beteiligung der Rätia Energie am SWS-Kohlekraftwerk
Februar 2010: Die BI und Elbefischer protestieren anlässlich des wasserrechtlichen Erörterungstermin für das SWS-Kohlekraftwerk gegen die Vergiftung der Elbe und präsentieren einen Korb toter Fische
Januar 2010: Die BI und ein breites Bündnis aus Umweltgruppen, Kirchen und Bauernverband protestieren anlässlich des Erörterungsverfahren für das neue Kohlekraftwerk von SWS
Herbst/Winter 2009: Die BI sammelte über 4.900 Einwendungen gegen den Neubau des SWS-Kohlekraftwerk
Juli 2009: Bürger aus Brunsbüttel Süd (300 Meter vom geplanten Kraftwerksstandort) fordern in einer Anzeige die Ratsmitglieder in Brunsbüttel dazu auf, den Bebauungsplan für das GDF Suez Kohlekraftwerk nicht zu verabschieden
Mai 2009: Anlässlich des wasserrechtlichen Erörterungstermins für das GDF Suez Kohlekraftwerk im Elbeforum in Brunsbüttel protestieren Mitglieder der BI Unterelbe. Sie bauten einen Slalom aus toten Fischen und Kohlestücken, den die Teilnehmer der nicht-öffentlichen Sitzung absolvieren müssen. Damit sollen die dramatischen Folgen der Kraftwerkskühlung mit Elbwasser verdeutlicht werden
April 2009: Anti-Kohleradler aus Emden machen während ihrer Anti-Kohletour durch Norddeutschland auch in Brunsbüttel Station. Sie werden auf dem Rathausplatz von Vertretern der BI-Unterelbe in Empfang genommen.
April 2009: Anlässlich des Erörterungstermins zum GDF Suez Kohlekraftwerk protestieren Kraftwerksgegner vor dem Austragungsort der Anhörung. Ein Dukatenesel „begrüßte“ die Teilnehmer. Nur über einen schwarzen Schadstoffteppich können sie in das Innere des Gebäudes gelangen. Auf diesem listet die BI Unterelbe einige Giftstoffe und ihre zu erwartende Mengen aus diesem Kraftwerksblock auf
April 2009: Auf einer von der Klima-Allianz organisierten Podiumsdiskussion in Brunsbüttel informieren sich mehr als 300 Zuhörer über die energie- und klimapolitischen Probleme der Kohleplanungen in Brunsbüttel
April 2009: Bürger aus Brunsbüttel und Umgebung, Mitglieder der BI, Landwirte sowie Vertreter der bundesweiten Klima-Allianz und des BUND aus Berlin und Hamburg protestieren gegen neue Kohlekraftwerke anlässlich der Büro-Einweihung durch Südweststrom und begrüßen mit einem Spalier und Traktoren die anreisenden Gäste
März 2009: Fast alle Gemeinden rund um Brunsbüttel in der Wilstermarsch unterschreiben eine Protest-Petition, in der die Stadt Brunsbüttel aufgefordert wird, von den Kohlekraftwerksplänen Abstand zu nehmen
März 2009: Ärzte aus Brunsbüttel und Umgebung warnen mit einer öffentliche Anzeige vor den Gefahren, welche von Kohlekraftwerken ausgehen
Februar 2009: Großdemonstration bei der mehr als 800 Landwirte mit ihren 50 Treckern gemeinsam mit 1.200 Menschen gegen den geplanten Neubau von drei Kohlekraftwerken in Brunsbüttel protestieren
Januar 2009: Mehrere Umweltverbände (DUH, BUND, NABU), sechs Elbfischer und mehr als 20 Anwohner aus Brunsbüttel-Süd beteiligen sich mit umfangreichen Einwendungen am immissionsschutzrechtlichen Verfahren. Insgesamt reichen mehrere tausend Menschen ihre Einwendungen gegen das GDF Suez Kohlekraftwerk ein
Oktober 2008: Der „Kohlosaurus“ macht Station in Brunsbüttel
Juni 2008: Konstanz sagt NEIN! Der Gemeinderat der Stadt am Bodensee stimmt mit großer Mehrheit gegen eine Beteiligung seiner Stadtwerke am umstrittenen Kohlekraftwerk an der Elbe
Mai 2008: Protestaktion der Bürgerinitiative. Mit Luftballons verdeutlicht die BI, was ein Meeresspiegelanstieg von sieben Metern für Schleswig-Holstein bedeuten würde, welches einer der möglichen Folgen wäre, wenn weiter Kohlekraftwerke gebaut werden würde und der Klimawandel ungebremst seinen Lauf nimmt

Brennstoff: Steinkohle
Leistung: 1820 MW
Baubeginn: 2011/2012
Inbetriebnahme: 2016
Wirkungsgrad: ca. 46%
KWK: nein
Investition: 3 Mrd.Euro
CO2-Ausstoß: 10,2 Mio. t/Jahr


Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe (BiGKU)
Karsten Hinrichsen
(BI-Sprecher)
E-Mail: karsten-hinrichsen(at)web.de
